Personen Meinung Deutschland Hauptstadtseite Israel Weltgeschehen Bei uns zu Gast Aus den Gemeinden Vermischtes Porträt Kultur Bücher Geschichte Wissenschaft und Bildung Diaspora Interreligiöser Dialog Judentum Heute Religion und Tradition Reise Personenkalender Jugend Medien Leserkommentare![]() ![]() | ![]() Den Juden zuerst!Der konservative katholische Nachrichtendienst kreuz.net über die "biblische Verpflichtung zur Judenmission"«Der gegenwärtige Verrat der Katholischen Kirche an der Judenmission hat zu Folge, dass die Juden vielfach auf sich selber gestellt sind, um andere Juden zu Jesus Christus zu führen. Seit Jahren fördert die deutsche Regierung die Einwanderung von Juden aus der Sowjetunion. Das hat auch zur Folge, dass die Zahl messianischer Juden in Deutschland wächst. Messianische Juden glauben an Jesus Christus. Sie bilden Gemeinschaften, die meist im evangelikalen Bereich beheimatet sind. Eine solche Gruppierung ist zum Beispiel die Messianische Jüdische Gemeinde in Stuttgart. Ihr erster Vorsitzender ist ein jüdischer Einwanderer aus der ehemaligen Sowjetunion, Juchim Zypeniuk. Die Gruppierung versammelt nach eigenen Angaben Juden und Nicht-Juden, die glauben, ‚dass Gott einer ist und sich den Menschen als Vater, Sohn und Heiliger Geist offenbart.’ Und: ‚Wir wissen, dass unsere biblische Verpflichtung darin besteht, die Wahrheit von Jesus allen Menschen zu bringen, den Juden zuerst (Röm 1:16).’ Die Gottesdienste der Gemeinde inspirieren sich an den jüdischen Bräuchen und Festen sowie am Neoprotestantismus. In Stuttgart gibt es auch die „Israelitische Messianische Gemeinde Adon Jeschua“. Sie entstand, als sich in einer freievangelischen Gemeinde in Stuttgart-Feuerbach im Jahr 1993 eine Gruppe von Juden herauskristallisierte, die zum Glauben an Jesus Christus kamen. Die Gruppe versammelte sich zunächst mit deutschstämmigen Russen in einem Bibelhauskreis. Dann verspürten die jüdischstämmigen Gläubigen das Bedürfnis, mit anderen Juden über ihren Glauben zu sprechen. Sie begannen mit regelmäßigen Besuchen der Wohnheime für jüdische Emigranten in Süddeutschland. Der biblische Hauskreis wuchs immer mehr. Ab Oktober 1994 wurden regelmäßige russische Gottesdienste abgehalten, zu denen man Juden aus der Ex-Sowjetunion und andere Interessenten einlud. Im Jahr 2000 mietete die Gruppe ein Gebäude für Gottesdienst. Der Evangelist Henry Fischbein wurde als Leiter gewählt. Der 15. März 2002 ist das Gründungsdatum der messianischen Gemeinde ‚Adon Jeschua’, die heute bis zu sechzig Gläubige versammelt. Im Gottesdienst werden russische und hebräische Lieder gesungen. Einmal im Monat finden Konzerte statt. Manchmal tritt eine Tanzgruppe auf. Eine weitere Initiative ist ‚Zelem’ – ein ‚Verein zur Förderung des Messianischen Glaubens in Israel’. Vorsitzender ist Klaus Mosche Pülz (72). Er ist ein in Halle geborener jüdischstämmiger Deutscher. Als Kind erlebte er die Berliner Bombennächte. Im Jahr 1967 wanderte Pülz nach Israel aus. Er publiziert den „Boten neues Israel“. „Zelem“ strebt eine Gemeinschaft messianischer Gemeinden an und will alle Judenchristen Israels sammeln. Außerdem druckt und verbreitet die Organisation die [christliche] Bibel in Israel und leistet Hilfsmaßnahmen für verfolgte und notleidende Judenchristen. Pülz ist auch ein scharfer Kritiker der modernistischen Theologie der Kirchen. In der Schweiz wurde im Jahr 1968 die „Arbeitsgemeinschaft für das messianische Zeugnis an Israel“ gegründet. Seit 1985 besteht ein selbständiger Verein in Deutschland. Ziel ist, dem jüdischen Volk weltweit die Nachricht von Jesus, dem Messias, weiterzugeben. Die Mitglieder kommen aus verschiedenen evangelikalen und landeskirchlichen Gemeinden. Die „Arbeitsgemeinschaft“ ist ein Teil des Gesamtwerks der Pilgermission St. Chrischona, Bettingen bei Basel und darüber hinaus mit anderen Kirchen und Gemeinden verbunden. Sie organisiert Schulungsarbeit für israelische Gemeinden, Organisationen und Personen, betreibt Häuser der Drogenrehabilitation und einen Bibelladen in Tel Aviv. Seit dem Jahr 1995 arbeiten die jüdischmessianischen Dienste und Gemeinden „Beit Sar Shalom“ in Deutschland. Deren Ziel ist, das Evangelium den Juden und allen anderen näher zu bringen und das messianische Zeugnis zu stärken. ‚Beit Sar Shalom’ hat Arbeitszweige, Gemeinden, Kreise und Mitarbeiter in dreizehn Städten Deutschlands. Die Zentrale ist in Berlin. Die Organisation beschäftigt sich mit Evangelisation, Aufbau messianischer Gemeinden und Kreise, Medieneinsätzen, Hilfsdiensten, einem Messianischen Institut, einer Jüdisch-Messianischen Theologischen Akademie, Messianischen Botschaft, Schulungen für Christen, Ausbildungsseminaren und Konferenzen. Auch die vor dreißig Jahren in den Vereinigten Staaten von Moishe Rosen gegründete internationale Gruppierung „Juden für Jesus“ ist in Deutschland vertreten. Deren Ziel: „Die Messiasherrschaft Jesu unserem jüdischen Volk weltweit unausweichlich vor Augen zu stellen.“ „Juden für Jesus“ sind für ihre sehr direkte Art und Weise der Missionierung bekannt. Sie verteilen Broschüren, produzieren Videos wie Überlebensgeschichten von Juden, die den Horror überlebt haben und zum Glauben an Jesus Christus gefunden haben. Die Organisation sendet auch persönliche Briefe an jüdische Freunde von Christen, die mit „Juden für Jesus“ zusammenarbeiten, um jüdische Menschen zu erreichen. Einem solchen Brief folgt gewöhnlich ein persönliches Telefonat, um herauszufinden, ob dieser Mensch einen Besuch und ein Glaubensgespräch begrüßen würde. Das Herz der Arbeit von „Juden für Jesus“ besteht in diesen täglichen Einzelbesuchen solcher jüdischer Menschen .Die Organisation im Wortlaut: „So wie der ‹Jude für Jesus› des ersten Jahrhunderts, der Apostel Paulus, schämen auch wir uns des Evangeliums von Jesus Christus nicht.“ Schließlich gibt es den deutschen „Evangeliumsdienst für Israel“ in Leinfelden-Echterdingen. Er wurde im Dezember 1971 gegründet. In Zusammenarbeit mit der deutschen „Evangelischen Allianz“ will er evangelischen Kirchen und Gemeinden helfen, ihre Verantwortung gegenüber dem jüdischen Volk wahrzunehmen: „Wir bekennen uns zum Evangelium von Jesus Christus, als der ‹Kraft Gottes, die alle rettet, die daran glauben, die Juden zuerst und ebenso die Nichtjuden› (Römer 1:16).“ Der Evangeliumsdienst fördert das Zeugnis des Evangeliums unter Juden, den Bau messianisch- jüdischer Gemeinden, die Verbreitung von Bibeln und geistlicher Literatur in Hebräisch, Russisch und Deutsch und die praktische Nächstenliebe gegenüber dem jüdischen Volk.» Dieser Text, der so anschaulich das Vorgehen evangelikaler Kreise bei der Judenmission beschreibt, erschien am 3. Februar 2009 auf www.kreuznet.de.
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